Tierschutz

Unsere Pferde stehen bei uns immer an erster Stelle, deshalb legen wir großen Wert darauf, dass es ihnen gut geht und sie sich bei uns wohlfühlen. Das beinhaltet einerseits die artgerechte Haltung mit genügend Bewegung, Auslauf auf Koppeln und Paddocks, sowie eine perfekt auf ihre Anforderungen abgestimmte Fütterung und abwechslungsreiches Training und Beschäftigung. Aber auch das Management an ihrem Arbeitsplatz gehört hier maßgeblich dazu. Wir achten sehr darauf, dass die Pferde genügend freie Tage und regelmäßige Pausen während ihrer Arbeitszeit haben. Sie werden in der Stadt mit Futter und Wasser versorgt und haben eine umfangreiche Betreuung durch Tierarzt, Osteopath und Hufschmied.

Die Fütterung am Standplatz

Das Pferd ist von Natur aus darauf ausgelegt, den ganzen Tag über kleinere Futterportionen zu fressen und ist deshalb in der freien Natur bis zu 16 Stunden auf Futtersuche.

Daraus ergibt sich, dass ein Pferd nicht länger als vier Stunden ohne Futter sein darf, da ansonsten der Magen durch die Magensäure angegriffen wird und das Pferd Magengeschwüre und Koliken bekommen kann.

Aus diesem Grund werden unsere Pferde auch während ihrer Arbeitszeit in der Stadt gefüttert.

In ihren Pausen werden sie mit Raufutter-/Getreidewürfeln gefüttert. Diese haben den Vorteil, dass sie eine lange Raufaser und gleichzeitig viel Energie liefern. Die Pferde müssen die Würfel gut kauen und speicheln sie dadurch gut ein, was wiederum den Magen vor Magengeschwüren schützt. Außerdem lieben die Jungs diese Würfel und sie sind sehr praktisch zu füttern.

Auch die Tauben unter den Pferdefüßen sind begeistert davon.

Tränken am Bübchenbrunnen

Wir werden oft gefragt, ob die Pferde denn überhaupt etwas zu trinken bekommen.
Die Antwort ist natürlich Ja.

Eine ausreichende Wasserzufuhr ist für Pferde extrem wichtig
Ein Pferd in der Größe unserer Pferde trinkt in Ruhe 25 – 40 Liter Wasser pro Tag. Während der Arbeit oder bei höheren Temperaturen benötigen sie ungefähr 60 – 80 Liter.

Wir tränken unsere Pferde am Bübchenbrunnen am Augustaplatz. Wir fahren je nach Wetter während jeder oder jeder zweiten Tour an den Brunnen.
Dieser Brunnen ist von der Höhe perfekt um direkt an den Brunnen zu fahren und die Pferde daran trinken zu lassen. Sie können daran so viel trinken wie sie möchten.

Sobald sie genügend getrunken haben, fangen sie auch gerne an mit dem Wasser zu spielen und zu planschen. Manch einer taucht die ganze Nase unter und befördert dann mit Schwung eine kleine bis mittlere Flutwelle aus dem Becken hinaus und versucht die Leute auf den umliegenden Bänken nass zu spritzen.

Heiße Temperaturen

Unsere Stadtrundfahrten starten vor den Kurhauskolonnaden. Dieser Standort wurde mit Absicht ausgesucht, da dort große Bäume stehen, die Schatten auf unseren Startplatz werfen.

Unsere Touren führen zu einem Großteil durch die Lichtentaler Allee. Auch hier werfen die Bäume der Allee Schatten auf die Fahrbahn. So dass wir an unserem Startplatz und auch auf einem Großteil unserer Fahrt im Schatten sind.

Sobald die Temperaturen 32 Grad erreichen finden keine Kutschfahrten mehr statt. Wir haben an jeder Kutsche ein Thermometer um die Temperaturen ständig im Blick zu haben.

Arbeitszeiten

Viele unserer Pferde sehen sich sehr ähnlich. Sie wurden mit viel Aufwand so ausgesucht, dass sie von ihrer Gangart, ihrem Gebäude und ihrem Charakter gut zueinander passen und vor der Kutsche ein wunderschönes Bild abgeben.

Daraus ergibt sich aber immer wieder, dass viele Leute denken, unsere Pferde würden sieben Tage die Woche, von morgens bis abends arbeiten, da sie sie nicht auseinanderhalten können. Da wir unsere Pferde lieben und sie schließlich auch das Kapital des Betriebes sind ist das natürlich nicht der Fall.

In der Hochsaison sind die Pferde 6 Stunden inklusive Pausen in der Stadt. Sie haben höchstens zwei aufeinanderfolgende Arbeitstage. Danach haben sie einen Tag frei. In der Nebensaison werden die Einsatzzeiten und Tage weniger und die Pferde werden mehr am Stall bewegt.

Denn auch an einem freien Tag brauchen Pferde ausreichend Bewegung, da ein Pferd in der Natur auch 14 bis 16 Stunden überwiegend im Schritt in Bewegung ist. In der heutigen Zeit haben die meisten Pferde eher einen Bewegungsmangel, da auch auf den Koppeln oft der Bewegungsanreiz fehlt.

Sicherheit

Wir legen großen Wert auf die Sicherheit unserer Gäste und unserer Pferde.

Hierfür ist vor allem gut geschultes Personal mit genügend Fachwissen, gut passendes Equipment und verkehrstüchtige Kutschen wichtig, aber auch die Auswahl der richtigen Pferde und deren ständige, gute Ausbildung.

Unsere Fahrer sind alle im Besitz des Kutschenführerscheins B für gewerbliches Fahren und haben viele Jahre Pferdeerfahrung.

Unsere Kutschen werden einmal im Jahr von einem DEKRA-Gutachter überprüft und entsprechend gewartet.

Unsere Pferde werden sorgfältig nach Charakter, Gesundheit und Verkehrstauglichkeit ausgesucht und entsprechend ausgiebig für ihren Einsatz im Straßenverkehr mental und körperlich vorbereitet.

Medizinische Versorgung

Das Gesundheitsmanagement unserer Pferde ist die wichtigste Voraussetzung für unseren Betrieb.

Kleine Abweichungen in der Hufstellung, Veränderungen an den Zähnen, Blockaden oder Muskelverspannungen können weitreichende Folgen auf den Pferdekörper haben. Natürlich gibt es auch immer mal wieder Krankheiten oder Verletzungen.

Aus diesem Grund haben wir ein gutes Netzwerk aus Tierärzten, Osteopath und Hufschmied.

Unsere Pferde werden von der Pferdeklinik Iffezheim tierärztlich versorgt. Hier gibt es eine Fahrpraxis und eine stationäre Versorgung in der Klinik. Hier werden auch Operationen durchgeführt, wenn das notwendig ist.

Die Osteopathin Julia Wohlwender behandelt unsere Pferde, wenn sie eine Blockade oder Verspannungen haben.

Einmal im Jahr werden die Zähne von allen Pferden von Pferdezahnarzt Dr. Frank Brüstle kontrolliert und gegebenfalls behandelt.

Der Hufschmied Matthias Perseke kommt im Zwei-Wochen-Rhythmus zu uns und beschlägt die Pferde, die an der Reihe sind. Dadurch ist die Hufstellung ständig unter Kontrolle.